Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten e.V.

Verein VOH

Verein für Orts- und Heimatkunde: Menschen mit einbeziehen


Symbolisch an die Säulen des historischen Rathauses gelehnt, gehören diese fünf Herren zu den tragenden äulen der Dorstener Geschichte (v.l.): Heinz Winter, Hans-jochen Schräjahr, Peter Günther, Heinz-Dieter Steven und Josef Ulfkotte vom VOH Dorsten.

Dorsten. DZ  Ralf Pieper (Sonderausgabe 150 Jahre Lensing)
Der Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten ist kein Verein, bei dem sich Bücherwürmer im stillen Stübchen vergraben. Ziel ist es, Menschen zu verbinden. „Durch unsere Zusammenarbeit mit Schülern, mit Dorstener Bürgern, mit Autoren, dem Stadtarchiv, der Stadtverwaltung und anderen Institutionen sind unsere Projekte sozusagen Gemeinschaftsarbeiten“, so Josef Ulfkotte. „Wir möchten bei den Menschen das Interesse für Geschichte, insbesondere die Geschichte ihrer Heimat, wecken. Und das gelingt dann am besten, wenn man die Menschen mit einbezieht. In unserer neuesten Veröffentlichung, dem Buch ‚Dorsten – Eine Zeitreise‘, sind beispielsweise Texte von über 20 verschiedenen Dorstener Autoren zu lesen.“

Geschichte von Forschern und Entdeckern
Die Geschichte des Vereins für Orts- und Heimatkunde ist die Geschichte von Forschern und Entdeckern. Die Geschichts- und Kulturlandschaft Dorstens und des heutigen Kreises Recklinghausen – das ist das große Thema, dem sich diese Forscher und Entdecker seit der Vereinsgründung 1888 widmen. „Nach Geschichtshighlights braucht man nicht weit zu suchen“, sagt Hans-Jochen Schräjahr vom Verein. „Dorsten war historisch keine unbedeutende Stadt.“ Der Verein, bestehend aus 94 Mitgliedern, bringt vergessene Dorstener Geschichte zurück in die Köpfe der Bürger. Er publiziert Forschungen zu allen regional- und ortsgeschichtlichen Bereichen und macht sich stark dafür, die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

So entstand zum Beispiel die Idee der Geschichtstafeln, von denen bereits 45 in den verschiedenen Dorstener Ortsteilen aufgestellt wurden. „Die ersten Geschichtsstationen entstanden aus einer Schüleraktion des Petrinums heraus“, erklärt Josef Ulfkotte, 1. Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde. „Die Geschichts-AG am Gymnasium Petrinum bereitete zahlreiche Themen Dorstener Stadtgeschichte inhaltlich auf. So fanden die Schüler einen Bezug zu der wechselhaften Vergangenheit ihrer Heimatstadt. Die einzelnen Stationen widmen sich einem bestimmten Thema oder Ereignis, das in Bezug zum jeweiligen Standort steht.“ So rief der Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten ein Projekt ins Leben, das sich als äußerst nachhaltig erwies, bei den Bürgern sehr beliebt ist und auch heute, nach 19 Jahren, weiter fortgesetzt wird. „Bei der Aufstellung der Geschichtsstationen berücksichtigen wir auch immer Wünsche aus der Bevölkerung“, so Josef Ulfkotte.

Zentrales Forschungszentrum
Mit den Faltblättern „Dorsten – einst und jetzt“ gestaltet der Verein für Orts- und Heimatkunde eine Publikation, die nicht nur Dorstener Geschichte näherbringen soll, sondern auch vielen regionalgeschichtlichen Autoren eine Plattform bietet. Ebenso in den zahlreichen Buchveröffentlichungen, dessen vorläufiger Höhepunkt das eben erschienene Buch „Dorsten – Eine Zeitreise“ darstellt. Mit den örtlichen und überörtlichen Archiven steht dem Verein ein vorzügliches zentrales Forschungszentrum zur Verfügung.

Bei vom Verein organisierten historischen Stadtrundgängen treffen Experten und interessierte Bürger zusammen und tauschen sich aus. Sogar an die Kleinsten hat der Verein gedacht und mit der Buchreihe „Die Lippe-Biber-Bande“ Dorstener Stadtgeschichte in eine kindgerechte Form gebracht. Das alles in Kooperation mit verschiedenen Partnern. So geht Vereinsarbeit ganz nah am Bürger – Vereinsarbeit, die Menschen verbindet.

print