Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten e.V.

Feierstunde: Dorsten - Eine Zeitreise

Dank an Mitwirkende: Texte und Bilder machen Dorsten-Buch lebendig  (von Dorstener Zeitung  Sabine Bornemann - 18.09.2020)


Am 18.09.2020 fand die Feierstunde zur Herausgabe des Buches im Forum der Volkshochschule statt. Die Dorstener Zeitung schreib dazu:

Viele Dorstener haben dazu beigetragen, dass das neue Buch „Dorsten – eine Zeitreise“ kein trockenes Lehrbuch geworden ist. Am Freitag gab es für sie ein Buch und viel Lob.

Der Verein für Orts- und Heimatkunde und das Stadtarchiv Dorsten haben im August gemeinsam ein neues Buch herausgegeben. „Dorsten - eine Zeitreise“ erzählt vielfältige Ereignisse und Entwicklungen von der Stadtwerdung im Jahr 1251 bis in die Gegenwart. Es ist kein trockenes Lehrbuch, sondern macht historische Ereignisse in kleinen Geschichten von 16 Autoren und Autorinnen menschlich nachvollziehbar. Diesen Mitwirkenden wurde am Freitagabend (18. September) in der VHS feierlich ein Freiexemplar überreicht.

Die Lippe spielte für die Stadtentwicklung sowohl als Handels– und Verkehrsweg wie auch als Arbeitsplatz für Schiffbauer eine wichtige Rolle. Mit der „Hanse“ haben sich Hans-Jochen Schräjahr und Josef Ulfkotte beschäftigt. Karin Jockel steuerte einen Text über Schiffsbau– und Lippeschifffahrt bei. Der mittlerweile 97-jährige Franz Schuknecht beschrieb die besondere Beziehung zwischen Dorsten und Xanten.

„Galgenhof“ und „Menschenfresser“
Mit einzelnen Persönlichkeiten befassten sich Vera Konieczka (Frauenbewegung Beginen) und Edelgard Moers (verkannte Dichterin Maria Lenzen). Martin Kocher erinnerte an den „Menschenfresser“ Wahrmann, der im 17. Jahrhundert zum Tode verurteilt wurde.

Dem ehemaligen Richter am Amtsgericht Dorsten, Ludwig Kleimann, war das Thema „Galgenhof“ auf den Leib geschrieben.

Auch die Stadtbefestigung, das Kriegerdenkmal, Straßen– und Flurnamen oder die wechselvolle Geschichte einzelner Gebäude wird erzählt. All diese Texte sind mit zahlreichen Abbildungen unterlegt. Der Vorsitzende des Vereins für Orts– und Heimatkunde, Josef Ulfkotte, dankte besonders Heinz-Kleine-Vossbeck, Wolfgang Burkhard und Jürgen Moers für ihr Bildmaterial.

Das Buch ist ab sofort zum Preis von 24 Euro beim Stadtarchiv Dorsten, in der Stadtinfo, bei der Dorstener Zeitung, in der Buchhandlung König oder bei der Vereinten Volksbank zu erwerben.

Quelle für den Dorstener Stadtatlas
Das neue Dorsten-Buch erregte bereits große Aufmerksamkeit beim „Institut für vergleichende Städtegeschichte“ ISTG an der Uni Münster. Für Dr. Angelika Lampen und ihr Team ist es eine hervorragende Quelle bei der Erarbeitung eines Dorstener Stadtatlas. Es gibt in ganz Europa schon über 500 solcher Atlanten über einzelne Städte, wobei die Grundbausteine immer die gleichen bleiben und die Ergebnisse somit vergleichbar sind. Als Beispiel zeigte Angelika Lampen eine thematische Karte zur Grenzsituation von Dorsten zwischen den Bistümern Kleve, Münster und dem Erzbistum Köln. Interessant war auch ein Stadtplan nach Steuerklassen, der Rückschlüsse auf die Vermögensverhältnisse der Bewohner zulässt. Auch auf dieses Dorsten-Buch darf man gespannt sein.

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